Bewertung / M&A

Deutsche Welt­markt­führer kaufen nach wie vor strategisch Unter­nehmen im In- und Aus­land, um zu wachsen. Ein Er­werber sollte sich jedoch vorher eingehend mit dem Akquisitions­ziel und der eigenen Steuer­struktur beschäftigen, so kann ein optimaler Unter­nehmens­kauf gelingen. Der nachfolgende Beitrag gibt einen Überblick über die wesentlichen (steuerlichen) Aspekte, die hierbei zu beachten sind.

29.08.2022

Das OLG Düsseldorf hat sich in seinem Beschluss vom 09.05.2022 (I-26 W 3/21) im Zusammenhang mit einem Squeeze-out unter anderem zur Angemessenheit der Marktrisikoprämie geäußert. Dem OLG Düsseldorf folgend stellen die veröffentlichten Empfehlungen des FAUB des IDW zur Marktrisikoprämie eine geeignete Grundlage für die Schätzung der Marktrisikoprämie dar, die das Gericht nicht anhand zusätzlicher wissenschaftlicher Studien überprüfen muss.

29.08.2022
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Das Bundesministerium der Finanzen hat am 28. Juli 2022 den Entwurf eines Jahressteuergesetzes 2022 mit der Bitte um Stellungnahme bis zum 11. August an die Verbände versendet. Geplant sind in diesem Zusammenhang auch Änderungen im Rahmen der Bedarfsbewertung von Immobilien. Ziel der geplanten Neuerungen ist es, eine verkehrswertnähere Bewertung zu erreichen, in dem die geänderte Immobilienwertverordnung (ImmoWertV) zugrunde gelegt wird. Unter anderem bei der Bewertung von Immobilien im Ertrags- und Sachwertverfahren führt dies zu wesentlichen Änderungen bei der Wertermittlung.

29.08.2022

Hinter der Entscheidung, ob ein Unternehmen gekauft oder verkauft wird, stehen eine Vielzahl einzelner Prozessschritte und Abwägungen seitens Verkäufer und Käufer. Abseits von emotionalen Gründen werden die meisten Akteure ihre Entscheidungen dabei anhand von finanziellen Gesichtspunkten treffen. Dafür werden beide Parteien versuchen das jeweilige Transaktionsobjekt in einem integrierten, zukunfts­orientierten Finanzmodell abzubilden, um die historische sowie die künftig prognostizierte Finanz-, Vermögens- und Ertragslage möglichst transparent darzustellen und eigene Vorstellungen und Erwar­tungen, wie Synergien und Auswirkungen von Finanzierungsalternativen, abzubilden („Financial Models“). Ein solches Modell muss fehlerfrei sein, um finanziellen Schaden und Gesichtsverlust der involvierten Parteien zu verhindern.

19.08.2022

Nicht alle M&A Transaktionen werden auf Anhieb erfolgreich abgeschlossen. Ein gescheiterter „Deal” bedeutet dann vor allem, dass im Vorfeld aufgewendete zeitliche, personelle und finanzielle Ressourcen einer Partei vergebens in den Prozess investiert wurden. Um sich vor diesem – vor allem wirtschaftlichen – Risiko zu schützen, vereinbaren die Vertragsparteien daher teilweise sog. Break-Up Fees.

19.08.2022

Die EZB gab am Donnerstagnachmittag, 21.07.2022, bekannt, die Leitzinsen (Hauptrefinanzierungssatz) im Euroraum von derzeit 0,00 % auf 0,50 % anzuheben. Damit wird der Zinsanstieg deutlich höher ausfallen als bislang erwartet wurde. Mit dem Beschluss der EZB zur Erhöhung der Leitzinsen reagiert die EZB auf die historisch hohen Inflationsraten im Euroraum. Die Auswirkungen der Erhöhung des Leitzinses für die Wirtschaft werden folgenreich sein. Unternehmen müssen sich jetzt darauf einstellen, dass sich die geänderten Leitzinsen massiv auf ihr Geschäft auswirken werden.

24.07.2022

Der Basiszinssatz nach IDW S 1 steigt zum 01.06.2022 mit gerundet 0,80 % weiterhin an und setzt die Aufwärtsentwicklung fort. Im Vergleich zum Vormonat steigt der Basiszinssatz ungerundet von 0,575 % auf 0,825 %. Das starke Wachstum beim Basiszinssatz hält somit weiter an.

24.06.2022

Gerade bei M&A-Transaktionen, an denen große, marktführende Unternehmen beteiligt sind, ist die Prüfung der Erforderlichkeit und ggf. die Erlangung einer Kartellfreigabe ein nicht zu unterschätzender Aspekt. Auch eine sorgfältig vorbereitete Transaktion kann zwischen Vertragsunterzeichnung und Vollzug noch scheitern, falls die zuständige Kartellbehörde keine Freigabe erteilt oder hierfür Bedingungen stellt, welche die betroffene Partei (in der Regel der Erwerber) nicht erfüllen kann oder will. Dementsprechend ist es nicht überraschend, dass  Verhandlungsparteien versuchen, dieses Risiko so gering wie möglich zu halten. Genau hier kommt die sogenannte „Hell or High Water (HOHW)-Klausel” ins Spiel. Grundsätzlich bedeutet eine „HOHW-Klausel”, dass eine oder mehrere Vertragsparteien eine Verpflichtung übernehmen, die um jeden Preis zu erfüllen ist. 

24.06.2022

Vor dem Erwerb eines Unternehmens oder einer maßgeblichen Beteiligung wird in der Regel von Unternehmen eine Due Diligence-Prüfung durchgeführt. Unternehmen können sich somit vor ihrem Kaufvorhaben absichern, indem bei der Prüfung steuerliche und finanzielle Risiken sowie weitere riskante Compliance-Bereiche analysiert und identifiziert werden. Die Durchführung der Due-Diligence-Prüfung ist insbesondere durch den Krieg in der Ukraine unerlässlich geworden.

24.06.2022

Die Besteuerung ist ein wesentlicher Standortfaktor für Unternehmen. In M&A Transaktionen zeigt sich die Bedeutung bspw. bei der Standortwahl für Holding- und Akquisitionsgesellschaften oder bei der Identifikation von steuerlichem Optimierungsbedarf bzw. -potential des Targets, welche der Käufer in seine Unternehmensbewertung einfließen lässt.

24.06.2022