Fachbeiträge

Der globale M&A-Markt hat im Jahr 2021 ein Rekordhoch erreicht und wird dieses Niveau wahrscheinlich halten. Die COVID-19-Pandemie hat sich als Katalysator für unternehmerische Transformationen erwiesen. Bisher unpopuläre Industriesektoren wurden aufgrund der veränderten Verbrauchernachfrage zu attraktiven Akquisitionszielen. Zusätzlicher Rückenwind kommt von ESG und SPACs.

29.04.2022

Aus § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB ergibt sich handelsrechtlich die Verpflichtung in der Handelsbilanz für ungewisse Verbindlichkeiten eine Rückstellung zu bilden. Nach dem Maßgeblichkeitsgrundsatz des § 5 Abs. 1 Satz 1 EStG ergibt sich grundsätzlich auch in der Steuerbilanz ein Ausweis des Passivpostens. Dies trifft auch für sog. Ansammlungsrückstellungen zu, die handelsrechtlich auch als Verteilungsrückstellung bezeichnet werden. Ansammlungsrückstellungen sind Rückstellungen für Verpflichtungen, die zivilrechtlich mit der Verwirklichung des die Verpflichtung auslösenden Ereignisses bereits in voller Höhe entstehen (z.B. Rückbauverpflichtungen).

29.04.2022

Höhere Gewalt führt häufig zu Schäden in Millionenhöhe. Zerstörte Gebäude und Vermögensgegenstände müssen ersetzt werden. Bei der Bilanzierung der Ersatzbeschaffung stellt sich zunächst die Frage, ob die Ersatzbeschaffung einen Anschaffungsvorgang bzw. einen aufwandswirksamen Sachverhalt darstellt. Zudem gilt es zu beurteilen, inwiefern eine Gewinnverwirklichung durch Aufdeckung stiller Reserven in bestimmten Fällen der Ersatzbeschaffung vermieden werden kann.

01.04.2022

Trotz sorgfältigsten Due Diligence kann es passieren, dass bei der Bewertung eines Unternehmens nicht alle Risiken einfließen. Risiken können sich auch erst nach dem Closing realisieren. Die beiden gängigsten Methoden, den Käufer in solchen Fällen abzusichern, werden im folgenden Artikel vorgestellt.

01.04.2022

Der Erfolg eines Internet-Auftritts hängt wesentlich vom Domain-Namen ab. Dies ist die Internet-Adresse, unter welcher sich ein Unternehmen im Internet präsentiert. Ist der gewünschte Domain-Name bereits vergeben, werden mitunter hohe Beträge gezahlt, um den Domain-Namen vom Inhaber zu erwerben. Mit der bilanziellen Behandlung von Domains und Websites beschäftigt sich der folgende Artikel.

01.04.2022

Die Option von Personenhandelsgesellschaften zur Körperschaftsbesteuerung, die durch das Gesetz zur Modernisierung des Körperschaftsteuerrechts (KöMoG) ab dem Veranlagungszeitraum 2022 erstmals ermöglicht wird, beeinflusst latente Steuern nicht nur im Jahres-, sondern auch im Konzernabschluss. Dies gilt für die Ausgangsdaten der Konsolidierung in den Handelsbilanzen II ebenso wie für die Zwischenergebniseliminierung und die steuerliche Überleitungsrechnung.

04.01.2022

Beim „Treaty-Shopping”, dem „Sich-Einkaufen” in ein Doppelbesteuerungsabkommen, versteht man steuerlich motivierte Gestaltungen, bei denen ein Steuerpflichtiger durch Zwischenschaltung einer Kapital­gesellschaft günstige Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) nutzt und dadurch steuerliche Vorteile erhält.

04.01.2022

Zum 01.07.2021 ist das Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz in Kraft getreten. Hierbei wurde das Bilanzkontrollverfahren seitens der BaFin und DPR reformiert. Der Übergang zum hiesigen einstufigen Enforcement vollzieht sich zum Jahreswechsel – die BaFin übernimmt mithin ab 2022 unmittelbar selbst die staatliche Bilanzkontrolle.

10.12.2021

Die Kombination von Global­isierung und anhaltender Niedrig­zinsphase hat in den vergangenen Jahren zu einer deutlichen Zunahme von nationalen und inter­nationalen M&A-Trans­aktionen geführt. Ein wichtiger Bestand­teil des Transaktions­prozesses ist sowohl für Käufer als auch Verkäufer die Bewertung des Transaktions­objektes.

09.12.2021

Der Fall: Ein Unternehmen gewährt seinen Mitarbeitern neben dem Arbeitsentgelt einen Anspruch auf zusätzliche bezahlte Freizeit für jedes volle Jahr der Betriebszugehörigkeit, welche unmittelbar vor dem Eintritt in den Ruhestand in Anspruch genommen werden kann. Fraglich ist, zu welchem Zeitpunkt eine Verbindlichkeitsrückstellung für diese Verpflichtung zu erfassen ist. Entweder ist diese schon während der Arbeitszeit des Arbeitsnehmers zu passivieren, oder der Aufwand darf erst in dem oder den Jahresabschlüssen erfasst werden, in der bzw. denen die Inanspruchnahme durch Arbeitnehmer*innen erfolgt.

09.12.2021